Indogermanistik einfach erklärt

Grundlagen der Sprachwissenschaft: Wie man eine Sprache untersucht, die niemand mehr sprechen kann

Wer zum ersten Mal das Wort Indogermanistik hört, könnte vermuten, dahinter verberge sich eine Wissenschaft, die irgendwo zwischen Archäologie, Völkerkunde und der Suche nach einem verschwundenen Urvolk angesiedelt ist. Man könnte sich einen Professor vorstellen, der mit staubigem Bart über einer Landkarte sitzt und versucht herauszufinden, wo die geheimnisvollen „Indogermanen“ einst ihre Zelte aufgeschlagen haben. Das wäre ungefähr so treffend wie die Vorstellung, Astronomie beschäftige sich hauptsächlich mit der Suche nach kleinen grünen Männchen. Die Indogermanistik ist zunächst und vor allem eine historisch-vergleichende Sprachwissenschaft. Ihr Gegenstand ist eine Sprachfamilie, deren Mitglieder sich aufgrund systematischer sprachlicher Übereinstimmungen auf eine gemeinsame Vorgeschichte zurückführen lassen. Zu dieser Sprachfamilie gehören unter anderem die germanischen, italischen, keltischen, griechischen, baltischen, slawischen, indo-iranischen, armenischen, albanischen, anatolischen und tocharischen Sprachen. Ihre vielleicht größte Besonderheit besteht darin, dass ihre wichtigste rekonstruierte Sprachstufe nicht unmittelbar überliefert ist. Niemand hat einen Text aufgeschrieben, in dem ein Indogermane etwa erklärt: „Liebe Nachwelt, hier ist die Grammatik unserer Sprache.“ Die Sprachwissenschaft muss deshalb aus den erhaltenen Sprachen auf eine ältere gemeinsame Grundlage schließen. Und genau hier beginnt das wissenschaftlich Interessante.

1. Was bedeutet „indogermanisch“?

Der Ausdruck indogermanisch bezeichnet eine Sprachfamilie. Die Bezeichnung wurde im deutschen Sprachraum etabliert und nimmt auf die geographische Spannweite der Familie Bezug: von den indoarischen Sprachen im Osten bis zu den germanischen Sprachen im Westen. International ist die Bezeichnung indoeuropäisch (Indo-European) weiter verbreitet. Entscheidend ist, was der Begriff nicht bedeutet. Indogermanisch ist keine Rassenbezeichnung und ursprünglich auch keine Bezeichnung für ein einheitliches Volk. Eine Sprache besitzt keine DNA. Menschen können Sprachen übernehmen, aufgeben, mischen und weitergeben. Sprachgrenzen stimmen daher keineswegs automatisch mit ethnischen oder politischen Grenzen überein. Das ist eine banale Feststellung – und dennoch muss man sie wiederholen, weil die Geschichte der Indogermanistik von Versuchen begleitet wurde, sprachliche Verwandtschaft in eine Theorie biologischer oder kultureller Überlegenheit umzudeuten. Mit Sprachwissenschaft hat das wenig zu tun. Die Indogermanistik untersucht Sprachen und ihre historische Verwandtschaft, nicht die angebliche Überlegenheit ihrer Sprecher.

2. Was ist eine Sprachfamilie?

Eine Sprachfamilie besteht aus Sprachen, die auf eine gemeinsame historische Vorstufe zurückgeführt werden können. Deutsch, Englisch und Niederländisch sind beispielsweise germanische Sprachen. Spanisch, Französisch und Italienisch gehören zur romanischen Sprachfamilie und gehen letztlich auf das Lateinische zurück. Die Verwandtschaft kann man sich zunächst tatsächlich wie einen Stammbaum vorstellen. Eine gemeinsame ältere Sprache zerfällt nicht buchstäblich in einzelne Sprachen wie ein Ast, der sich mechanisch in zwei neue Äste teilt. Dennoch hilft das Stammbaummodell, historische Beziehungen zu veranschaulichen.

Für die Indogermanistik bedeutet das vereinfacht:

Urindogermanisch → verschiedene Sprachzweige → historische Einzelsprachen.

Dabei ist das Urindogermanische selbst keine überlieferte Sprache wie Latein oder Sanskrit. Es handelt sich um eine rekonstruierte Sprachstufe. Das Sternchen vor rekonstruierten Formen ist deshalb von großer Bedeutung:

*pH₂tḗr

Eine solche Form ist nicht unmittelbar belegt. Sie wurde aufgrund des Vergleichs verschiedener Sprachen erschlossen. Das Sternchen ist somit kein Zeichen wissenschaftlicher Unsicherheit im Sinne von „man weiß eigentlich gar nichts“. Es ist vielmehr ein Zeichen wissenschaftlicher Ehrlichkeit: Hier endet das Dokument und beginnt die Rekonstruktion.

3. Die historisch-vergleichende Methode

Das wichtigste Werkzeug der Indogermanistik ist die historisch-vergleichende Methode. Ihr Grundgedanke ist einfach, ihre praktische Durchführung jedoch anspruchsvoll: Wenn mehrere Sprachen regelmäßig miteinander übereinstimmen, kann daraus auf eine gemeinsame ältere Sprachstufe geschlossen werden. Dabei genügt es nicht, ähnliche Wörter nebeneinanderzustellen. Deutsch Mutter, Englisch mother, Latein māter und Sanskrit mātár- sehen auffällig ähnlich aus. Das ist interessant. Aber die Indogermanistik fragt nicht bloß: „Sehen die Wörter ähnlich aus?“

Sie fragt: „Lassen sich die Unterschiede zwischen diesen Wörtern durch regelmäßige historische Entwicklungen erklären?“ Das ist ein entscheidender Unterschied. Ein einzelnes ähnliches Wort kann Zufall sein. Es kann auch durch Entlehnung entstanden sein. Erst eine größere Anzahl systematischer Übereinstimmungen erlaubt eine belastbare Aussage über Verwandtschaft. Die Indogermanistik ist deshalb keine Sammlung hübscher etymologischer Anekdoten. Sie ist systematischer Vergleich.

4. Lautwandel und Lautgesetze

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der historischen Sprachwissenschaft lautet: Lautwandel ist grundsätzlich regelhaft. Ein Laut verändert sich nicht einfach nach Belieben. Unter bestimmten historischen Bedingungen können bestimmte Laute regelmäßig durch andere ersetzt werden. Berühmt ist die Erste Lautverschiebung, die insbesondere die Entwicklung des Germanischen gegenüber anderen indogermanischen Sprachen beschreibt. Ein klassisches Beispiel:

Latein pater
Englisch father

Latein tres
Englisch three

Latein centum
Englisch hundred – hier ist die Entwicklung bereits komplexer, aber gerade solche Fälle zeigen, dass historische Lautsysteme nicht mit einem simplen Wörterbuchvergleich zu erfassen sind.

Die germanische Lautverschiebung führte zu systematischen Veränderungen bestimmter Verschlusslaute. Aus indogermanischen p, t, k entwickelten sich im Germanischen unter bestimmten Bedingungen f, þ, h. Der entscheidende Punkt ist nicht, dass einige Wörter zufällig ähnlich sind. Entscheidend ist, dass sich ganze Reihen von Lautentsprechungen beobachten lassen. Genau daraus entsteht ein Lautgesetz. Und Lautgesetze sind das Ende einer ziemlich verbreiteten sprachwissenschaftlichen Unsitte: der Etymologie nach dem Motto „Klingt ähnlich, wird schon zusammengehören“. Nein. Wird es eben nicht.

5. Grimm, Verner und die Entdeckung der Regelmäßigkeit

Die Entwicklung der historischen Sprachwissenschaft im 19. Jahrhundert wurde maßgeblich durch die Erkenntnis geprägt, dass Lautveränderungen systematisch beschrieben werden können. Jacob Grimm formulierte die nach ihm benannte Erste Lautverschiebung. Sie war ein entscheidender Schritt zur wissenschaftlichen Erforschung der germanischen Sprachgeschichte.

Später zeigte Karl Verner, dass scheinbare Ausnahmen zur germanischen Lautverschiebung unter bestimmten Bedingungen ebenfalls regelhaft erklärbar sind. Das sogenannte Vernersche Gesetz demonstrierte eindrucksvoll, dass eine scheinbare Ausnahme nicht unbedingt das Lautgesetz widerlegt. Sie kann vielmehr darauf hinweisen, dass die Analyse noch nicht vollständig ist. Das ist eine der schönsten Eigenschaften historischer Sprachwissenschaft: Eine Ausnahme ist nicht automatisch das Ende einer Theorie. Sie kann der Anfang einer besseren Theorie sein.

6. Die zweite Lautverschiebung: Warum „machen“ nicht „maken“ heißt

Für die deutsche Sprachgeschichte ist die Zweite Lautverschiebung besonders wichtig. Sie betrifft vor allem den hochdeutschen Sprachraum und erklärt systematische Unterschiede zwischen hochdeutschen und anderen westgermanischen Sprachen.

Man vergleiche:

Englisch make
Niederländisch maken
Deutsch machen

Oder:

Englisch water
Niederländisch water
Deutsch Wasser

Das Deutsche ist also nicht einfach eine Art „besonders ursprüngliches Germanisch“. Im Gegenteil: Es weist zahlreiche eigene historische Innovationen auf. Damit ist ein wichtiger Grundsatz ausgesprochen:

Eine ältere Sprachstufe ist nicht automatisch eine bessere oder ursprünglichere Sprache.

Sprachgeschichte kennt keine Goldmedaille für Alter.

7. Rekonstruktion: Wie man eine Sprache erforscht, die niemand aufgeschrieben hat

Die Rekonstruktion des Urindogermanischen ist das eigentliche Herzstück der Indogermanistik. Man vergleicht möglichst alte und gut dokumentierte Sprachen und sucht nach systematischen Entsprechungen. Besonders wichtig sind dabei Sprachen wie Sanskrit, Altgriechisch, Latein, Gotisch, Altkirchenslawisch, Hethitisch und weitere historische Sprachstufen. Aus ihren Übereinstimmungen lassen sich ältere Formen erschließen.

Nehmen wir die bekannten Verwandtschaftsbezeichnungen:

Latein pater
Griechisch patḗr
Sanskrit pitár-
Englisch father

Oder:

Latein frāter
Sanskrit bhrātár-
Englisch brother

Die Unterschiede sind nicht störend, sondern geradezu das Material, mit dem die historische Linguistik arbeitet. Wenn sich bestimmte Unterschiede immer wieder beobachten lassen, kann man auf ältere Lautverhältnisse schließen. Rekonstruktion bedeutet also nicht, eine schöne alte Form zu erfinden. Sie bedeutet, eine Form aus den historischen Daten abzuleiten.

8. Morphologie: Die Grammatik verrät oft mehr als das Wörterbuch

Für die Sprachverwandtschaft ist nicht nur der Wortschatz wichtig. Von besonderer Bedeutung ist die Morphologie, also die Lehre von den grammatischen Formen. Das rekonstruierte Urindogermanische verfügte über ein komplexes System von Kasus und Flexionsklassen. Substantive konnten unter anderem nach Kasus und Numerus flektiert werden; Verben verfügten über verschiedene Personen, Numeri und grammatische Kategorien. Gerade solche strukturellen Übereinstimmungen sind für die Rekonstruktion von großer Bedeutung. Denn Wörter können relativ leicht entlehnt werden. Wenn eine Sprache beispielsweise ein Wort aus einer Nachbarsprache übernimmt, bedeutet das nicht, dass beide Sprachen miteinander verwandt sein müssen. Ein komplexes System grammatischer Endungen lässt sich hingegen nicht ohne Weiteres durch einige zufällige Kontakte erklären. Die Indogermanistik untersucht deshalb nicht nur Wörter, sondern Lautsysteme, Flexion, Wortbildung, Syntax und semantische Entwicklungen. Wer nur Vokabeln vergleicht, betreibt noch keine Indogermanistik.

9. Stammbaum und Wellentheorie

Das Stammbaummodell ist nützlich, aber nicht ausreichend. Sprachen entwickeln sich nämlich nicht in hermetisch abgeschlossenen Räumen. Sprecher stehen miteinander in Kontakt. Menschen wandern, handeln, heiraten, erobern, kooperieren und übernehmen Wörter und grammatische Strukturen voneinander.

Johannes Schmidt entwickelte deshalb die Wellentheorie. Sprachliche Neuerungen können sich wie Wellen über ein Sprachgebiet ausbreiten. Eine Innovation muss also nicht exakt mit einer genealogischen Sprachgrenze zusammenfallen. Damit wird deutlich, warum Sprachgeschichte komplizierter ist als ein sauber gezeichneter Stammbaum. Ein Stammbaum suggeriert Trennung. Die Sprachwirklichkeit produziert Kontakt. Beides muss zusammen gedacht werden.

10. Entlehnung und Sprachkontakt

Ein Wort kann in eine Sprache gelangen, ohne dass die beiden Sprachen genetisch miteinander verwandt sind. Das Deutsche besitzt beispielsweise zahlreiche Wörter aus dem Lateinischen, Französischen, Englischen und anderen Sprachen. Trotzdem wird Deutsch dadurch nicht zu einer romanischen oder germanisch-französischen Mischsprache. Hier muss die historische Sprachwissenschaft sorgfältig unterscheiden zwischen Erbwortschatz und Lehnwortschatz.

Erbwörter stammen aus älteren Sprachstufen der eigenen Sprachgeschichte. Lehnwörter wurden aus anderen Sprachen übernommen. Gerade die Etymologie muss deshalb äußerst vorsichtig arbeiten. Die Tatsache, dass zwei Wörter heute ähnlich klingen, sagt zunächst wenig darüber aus, ob sie verwandt, entlehnt oder schlicht zufällig ähnlich sind. Der Klang ist ein Indiz. Die Regelmäßigkeit ist das Argument.

11. Das Hethitische und die anatolischen Sprachen

Eine besondere Bedeutung besitzt das Hethitische, die wichtigste überlieferte Sprache des anatolischen Zweiges. Die Entzifferung der hethitischen Keilschrift und die Erforschung weiterer anatolischer Sprachen erweiterten die Grundlage der indogermanischen Sprachwissenschaft erheblich. Das Hethitische zeigt, wie wertvoll sehr alte Sprachzeugnisse für die Rekonstruktion sein können. Gleichzeitig zwingt es die Forschung dazu, ältere Rekonstruktionsmodelle kritisch zu überprüfen. Das ist ein zentraler Punkt wissenschaftlicher Arbeit: Rekonstruktionen sind Modelle, keine Dogmen. Sie müssen sich an den Sprachdaten bewähren. Wer eine rekonstruierte Form für einen heiligen Besitzstand hält, hat möglicherweise sehr viel über seine eigene Begeisterung, aber noch nicht besonders viel über Wissenschaft verstanden.

12. Was die Indogermanistik nicht leisten kann

Gerade weil die Indogermanistik so weit zurückblickt, wird ihr gelegentlich mehr zugemutet, als sie leisten kann. Aus einer rekonstruierten Sprache lässt sich nicht automatisch eine vollständige Kulturgeschichte ihrer Sprecher ableiten. Man kann aus sprachlichen Daten Hinweise auf bestimmte Lebensbereiche gewinnen. Verwandtschaftsbezeichnungen, Tiernamen, Begriffe für Werkzeuge, Landwirtschaft oder soziale Institutionen können kulturhistorisch interessant sein. Aber ein Wort ist kein archäologischer Grabungsbericht. Noch weniger erlaubt die Sprachverwandtschaft Aussagen über „Rassen“.

Die Vorstellung, die Indogermanistik könne eine biologische Gemeinschaft der Sprecher rekonstruieren, gehört zu den ideologischen Fehlinterpretationen, gegen die sich die moderne Sprachwissenschaft mit gutem Grund wehrt. Sprache ist ein historisches Phänomen. Sie ist kein Gentest.

13. Warum Indogermanistik faszinierend ist

Die Indogermanistik besitzt einen ungewöhnlichen wissenschaftlichen Reiz: Sie arbeitet mit Spuren. Wir besitzen Texte, Inschriften, Wörterbücher und grammatische Beschreibungen – aber von der ältesten gemeinsamen Sprachstufe fehlt uns genau das, was man sich bei einer Sprache normalerweise wünscht: ein Text. Trotzdem lassen sich erstaunlich viele Eigenschaften rekonstruieren. Das Verfahren erinnert in gewisser Weise an kriminalistische Arbeit. Ein einzelner Laut ist ein Hinweis. Eine Flexionsendung ist ein weiterer. Ein regelmäßig wiederkehrendes Lautverhältnis ist ein starkes Indiz. Eine ganze Reihe übereinstimmender Formen kann schließlich eine historische Hypothese begründen. Doch im Unterschied zum Kriminalroman muss die Lösung nicht nur plausibel klingen. Sie muss systematisch überprüfbar sein. Das macht die Indogermanistik zu einer besonders anspruchsvollen historischen Wissenschaft.

Schluss: Das Sternchen als Zeichen wissenschaftlicher Redlichkeit

Wer Indogermanistik studiert, lernt deshalb mehr als eine Sammlung alter Sprachen und komplizierter Lautgesetze. Man lernt eine Methode. Man lernt, sprachliche Daten miteinander zu vergleichen, Regelmäßigkeiten zu erkennen, Lautwandel systematisch zu beschreiben, grammatische Strukturen zu analysieren, Entlehnungen von Erbwörtern zu unterscheiden und aus den Ergebnissen ältere Sprachstufen zu rekonstruieren. Vor allem aber lernt man, zwischen Beobachtung und Schlussfolgerung zu unterscheiden. Das ist vielleicht die wichtigste Lektion. Lateinisches pater ist belegt. Eine rekonstruierte indogermanische Form ist erschlossen. Deshalb steht vor ihr ein Sternchen. Dieses kleine Sternchen ist keineswegs das Eingeständnis einer schwachen Wissenschaft. Es ist vielmehr ein Symbol ihrer methodischen Disziplin. Die Indogermanistik behauptet nicht, eine Zeitmaschine zu besitzen. Sie sagt lediglich: Aus den vorhandenen sprachlichen Spuren lässt sich mit guten Gründen auf eine ältere Sprachstufe schließen. Und genau darin liegt ihre Faszination.

Wir können eine Sprache untersuchen, die niemand mehr spricht, Texte analysieren, die seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden nicht mehr gesprochen werden, und Sprachentwicklungen nachvollziehen, die sich über gewaltige Zeiträume erstrecken. Die Indogermanistik ist damit eine Wissenschaft des Unsichtbaren – allerdings nicht des Mystischen. Sie sucht keine verlorene Rasse, keinen sprachlichen Garten Eden und keinen „ursprünglichen“ Menschen.

Sie sucht Regelmäßigkeiten.

Und wenn aus pater, pitár-, patḗr und father irgendwann eine rekonstruierte gemeinsame Vorgeschichte sichtbar wird, dann zeigt sich etwas sehr Grundsätzliches: Sprache hinterlässt Spuren. Man muss nur gelernt haben, sie zu lesen.

Autor: Stefan Knorr, M.A. (Germanistik, Politik, Psychologie), Lehrer und Geschichtsblogger

Schwerpunkt: Philologie und Antike, Politik und Zeitgeschichte

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